Cosmic Religion  -  Religion der Weite und Weisheit

Aphorismen & kurze Texte 
von A.Einstein, A.Schweitzer,
Mahatma Gandhi, I. Kant, J.W.v.Goethe,
Herrmann Hesse, Anagarika Govinda,
Ken Wilber, XIV Dalai Lama u.a.

In dieser Sammlung begegnen Ihnen am Anfang
Albert Einstein und Albert Schweitzer:
Albert Einstein, das Genie des Verstandes
und Albert Schweitzer, das Genie des Herzens!

Für  A.Einstein war  A. Schweitzer „der größte Mensch des Jahrhunderts“.
Er sagte über ihn: „Kaum je habe ich einen anderen Menschen gefunden,
in dem Güte und Sehnsucht nach Schönheit so ideal vereinigt sind...”

Schweitzers Begriff  „Ehrfurcht vor dem Leben“ 
ist eine wichtige ethische Ergänzung zum wissenschaftlichen Denken Albert Einsteins.

Hier treffen sich  Denken und Helfen, Geist und Liebe. 
Beide Denker sollten wir nicht idealisieren. Sie waren keine Heiligen.
Sie hatten beide ihre Schattenseiten. Keiner war fehlerlos.

Für unser Thema  gilt aber: 
Große Geister bringen ihre Erkenntnisse oft besonders gut auf  den Punkt! 
Kurze, treffende  Aphorismen sagen oft mehr als dicke Bücher!


Aphorismen

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle, Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht....Das Wissen um die Existenz des für uns Undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Vernuft und leuchtendster Schönheit, die unserer Vernunft nur  in ihren primitivsten Formen zugänglich sind, dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität aus; in diesem Sinne und nur in diesem gehöre ich zu den tief religiösen Menschen.

Albert Einstein


Ich bin zwar im täglichen Leben ein typischer Einspänner, aber das Bewusstsein, der unsichtbaren Gemeinschaft derjenigen anzugehören, die nach Wahrheit, Schönheit und Gerechtigkeit streben, hat das Gefühl der Vereinsamung nicht aufkommen lassen.

Albert Einstein


Einen legitimen Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft kann es nicht geben… Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Naturwissenschaft ist blind.

Albert Einstein


Durch ethisches Verhalten zu aller Kreatur gelangen wir in ein geistiges Verhältnis zum Universum… Durch die Ehrfurcht vor dem Leben werden wir in elementarer, tiefer und lebendiger Weise fromm.

Albert Schweitzer


Die Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben ist ethische Mystik. Sie lässt das Einswerden mit dem Unendlichen durch ethische Tat verwirklicht werden. Diese ethische Mystik geschieht in logischem Denken.

Albert Schweitzer


Jede denkende Religion hat zu wählen,
ob sie ethische Religion sein will,
oder Religion, die die Welt erklärt.
Wir Christen wählen das erstere als das Wertvollere.
Die logische, in sich geschlossene Religiosität geben wir preis.

Albert Schweitzer


Ich will
bei der Wahrheit bleiben.
Ich will
mich keiner Ungerechtigkeit beugen.
Ich will
frei sein von Furcht.
Ich will
keine Gewalt anwenden.
Ich will
guten Willens sein gegen jeden Menschen.

Mahatma Gandhi


Es ist ganz einerlei,
was für einen Begriff man mit dem Namen Gott verbindet,
wenn man nur göttlich, das heißt gut handelt!

Johann Wolfgang von Goethe


O Freund, der Mensch ist nur ein Tor,
Stellt er sich Gott als seinesgleichen vor. 

Johann Wolfgang von Goethe


Streng genommen kann ich von Gott doch weiter nichts wissen,
als wozu mich der ziemlich beschränkte Gesichtskreis
von sinnlichen Wahrnehmungen  auf diesem Planeten berechtigt,
und das ist in allen Stücken wenig genug.

Johann Wolfgang von Goethe


Wir können uns bei der Betrachtung des Weltgebäudes  …
der Vorstellung nicht erwehren,
dass dem Ganzen eine Idee zu Grunde liege,
wonach Gott  in der Natur, die Natur in Gott,
von Ewigkeit zu Ewigkeit schaffen und wirken möge.

Johann Wolfgang von Goethe


Gewiss, es ist keine schönere Gottesverehrung als die,
zu der man kein Bild bedarf, die bloß aus dem Wechselgespräch
mit der Natur in unserem Busen entspringt.

Johann Wolfgang von Goethe


„Ich glaube einen Gott!“ dies ist ein schönes, ein löbliches Wort,
aber Gott anerkennen, wo und wie er sich offenbare,
das ist eigentlich die Seligkeit auf Erden.

Johann Wolfgang von Goethe


Die Leute traktieren ihn, als wäre das unbegreifliche, gar nicht auszudenkende höchste Wesen nicht viel mehr als ihresgleichen. Sie würden sonst nicht sagen: Der Herr Gott, der liebe Gott, der gute Gott. Er wird ihnen, besonders den Geistlichen, die ihn täglich im Munde führen, zu einer Phrase, zu einem bloßen Namen, wobei sie sich auch gar nichts denken. Wären  sie aber durchdrungen  von seiner Größe, sie würden verstummen und ihn  vor Verehrung nicht nennen mögen.

Johann Wolfgang von Goethe


Auch werden wir alle nach und nach
aus einem Christentum des Wortes und des Glaubens
immer mehr zu einem Christentum der Gesinnung
und der Tat kommen.

Johann Wolfgang von Goethe


Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, / Hat auch Religion.
Wer jene beiden nicht besitzt, / Der habe Religion.

Johann Wolfgang von Goethe


Jesus fühlte rein und dachte /  nur den Einen Gott im stillen;
Wer ihn selbst zum Gotte machte / Kränkte seinen heilgen Willen.

Johann Wolfgang von Goethe


Religion ist Gewissenhaftigkeit.

Immanuel Kant


Religion ist derjenige Glaube,
der das Wesentliche aller Verehrung Gottes
in die Moralität des Menschen setzt.

Immanuel Kant


Lobpreisungen, Gebete, Kirchengehen
sollen nur dem Menschen neue Stärke, neuen Mut zur Besserung geben
oder der Ausdruck eines von der Pflichtvorstellung beseelten Herzens sein.
Sie sind nur Vorbereitungen zu guten Werken, nicht aber selbst gute Werke,
und man kann dem höchsten Wesen nicht anders gefällig werden
als dadurch, dass man ein besserer Mensch werde.

Immanuel Kant


Es ist unmöglich, dass ein Mensch
ohne Religion seines Lebens froh werde.

Immanuel Kant


Der da sagt, dass ein Gott sei, sagt mehr, als er weiß,
und wer das Gegenteil sagt, imgleichen.
Niemand weiß, dass einer sei,
sondern wir glauben es.

Immanuel Kant


Echte Religiosität ist ein Tun.
Gottes Angesicht muss hervorgeholt werden.
Daran arbeiten heißt religiös sein, nichts anderes.

Martin Buber


Ich halte es nicht für das Wichtigste, welchen Glauben ein Mensch habe,
sondern dass er überhaupt einen habe.

Hermann Hesse


Gott: der über allen Bildern und Vielheiten in sich einige Geist.

Hermann  Hesse


Jeder, der an einen Sinn im Leben
und an die hohe Bestimmung des Menschen glaubt,
ist im heutigen Chaos wertvoll,
einerlei zu welcher Konfession er gehört
und an welche Zeichen er glaubt.

Hermann Hesse


Ich glaube nicht an Dogmen, und die offiziellen Kirchen sagen mir nicht zu... Gleichzeitig kann ich mir  das Universum und das menschliche Leben nicht vorstellen ohne einen sinngebenden Anfang, ohne eine Quelle geistiger “Wärme”, die außerhalb der Materie und ihrer Gesetze liegt. Wahrscheinlich kann man ein solches Gefühl als religiös bezeichnen.

Andrej Sacharow”


Kultivieren wir Liebe und Mitgefühl…
Alles andere ist nebensächlich.
Das ist die Religion, die ich vertrete.

14.Dalai Lama


Was wir heute brauchen, ist eine ethische Grundlage, die sich nicht auf Glaubenssysteme bezieht und daher sowohl für religiöse als auch  nicht-religiöse Menschen annehmbar ist: eine säkulare Ethik.

14.Dalai Lama


Die wahre Ethik... lebt vom Wissen “Wir sind alle eins”. Sie versteht das Gebot: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst” im Sinn von: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst, weil du in jedem dich selbst erkennst ... 
Mystik als “Sich-in-eins-wissen” mit Gott und seinen Geschöpfen ist die intensivste Weise von Religion: die Rückbindung an seine Herkunft, seine Beheimatung im absoluten Sein. Nicht der Abstand zu ihm, sondern der Zustand der Vereinigung, der Einheit mit unserem eigentlichen Sein, bedeutet Leben in der Wahrheit. Auf dieser Stufe der Erkenntnis sollten wir angelangt sein.

Anton Neuhäusler


Denn  schließlich, im Grunde, zutiefst, ist es Gott allein, der mit Ihren Augen sieht, mit Ihrem Ohre hört und mit Ihrer Zunge spricht… Dies ist also die Botschaft Jungs, und mehr noch der Heiligen und Mystiker, seien sie Indianer, Taoisten, Hindus, Moslems, Buddhisten oder Christen: Auf dem Grunde Ihrer Seele ist die Seele der Menschheit selbst, aber eine göttliche, transzendente Seele, die aus der Knechtschaft zur Befreiung führt, aus der Verzauberung zum Erwachen, aus der Zeit in die Ewigkeit, vom Tod zur Unsterblichkeit.

Ken Wilber


Interspiritualität schließt alle Wege, die zur höchsten Realität führen, und alle Namen für dieses Mysterium ein. Und sie schließt vor allem den inneren und den äußeren Weg ein. … In einer universalen Spiritualität ist Raum für verschiedene Wege der inneren Transformation, die uns vom Eigeninteresse hin zu Selbstlosigkeit, Liebe, Mitgefühl, Barmherzigkeit und Freundlichkeit führen. Diese innere transformierende Arbeit ist die Arbeit des „Kontemplativen“ in jedem von uns, und indem wir sie bereitwillig tun, können wir unseren eigenen mystischen Charakter entwickeln. Der mystische Charakter erwächst aus der Demut des Herzens und der Unschuld und Einfachheit des Geistes, aus einer radikelen Offenheit für das Echte und Wahre. Das mystische Herz ist fähig, das falsche Selbst, das egoistische Streben des illusionären Selbst loszulassen.

Wayne Teasdale


Spiritualität, Intermystik und Interspiritualität können den Weg für die Rückkehr des Heiligen  in einen größeren kulturellen Rahmen ebnen. Diese Rückkehrt ist notwendig, wenn wir etwas anderes schaffen wollen, als das, was wir jetzt haben. Ich glaube, dass es eine reale Chance für eine echte Wiedergeburt des Heiligen gibt, und seine Morgendämmerung ist begleitet von der Hoffnung auf eine universale Zivilisation mit einem mitfühlenden, liebenden Herzen. Wenn dieses mitfühlende liebende Herz in vielen Menschen geöffnet werden kann, wird das universale Zeitalter beginnen. Es hängt alles von einer intermystischen Bewegung ab, die offen für alle ist… Wir brauchen diese Ressourcen dringend zum Aufbau einer Zivilisation mit Herz, einer universale Gesellschaft, die in der Lage ist, alles, was existiert, willkommen zu heißen und es in den Dienst der Veränderung der Welt zu stellen. Mögen die Mystiker dieser Welt zu dieser Wiedergeburt  der menschlichen Gemeinschaft weisen,  einer Gemeinschaft, die sich mit dem Kosmos in Einklang bringen und schließlich Frieden mit allen Wesen schließen wird.

Wayne Teasdale
 

Als Kungfutse gefragt wurde: Was ist Menschlichkeit?, antwortete der Meister: Menschenliebe; auf die Frage: Was ist Wissen?, antwortete er: Den Menschen zu erkennen. - Die Erkenntnis des Menschen beruht auf der Selbsterkenntnis, dem Weg nach innen, dem Weg aller Religionen.
Das lebendige Beispiel des religiösen Menschen ist das machtvollste Mittel, auf die Mitwelt einzuwirken. Das haben Buddha, Christus, Gandhi und viel andere, die in ihrem Leben die Botschaft des Friedens und der Nächstenliebe verwirklichten, bewiesen.

Anagarika Govinda

 

 

 



 

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